© Tim Kloecker | Anneke Wolf

Samstag | 4. Mai

17:00 Uhr | Foyer des Künstlerhauses
Sophienstraße 2 | 30159 Hannover

WhyBirdsSing

Kana Sugimura
Lisa Werhahn S

Programm
Biografien
Nur Abendkasse | Pay-what-you-can (Konzert)
Ein Projekt der Musikschule der Stadt Oldenburg in Kooperation mit dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst  und dem Hanse-Wissenschaftskolleg. Gefördert durch die Stiftung Niedersachsen, klangpol, Musik21 und Töne machen Leute e.V.

Programm

Die Schönheit und Eigenart des heimischen Vogelgesangs ist Inspiration für das multimediale Konzertprogramm des ViolinDuos Sugimura/Werhahn und dem Lichtkunstrio Raumzeitpiraten mit Werken von Hans-Joachim Hespos, Jamilia Jazylbekova (UA) und Luigi Nono im Foyer des KoKi im Künstlerhaus Hannover.

Hans Joachim Hespos (1938–2022)
»aeri«

klangszene für zwei violinen und tänzerische spur (den singdrosseln in meinem garten gewidmet) 2012

Luigi Nono (1924-1990)
»Hay que caminar sognando«

für zwei Violinen (1989)

Jamilia Jazylbekova (*1971)
Neues Werk

für zwei Violinen und Licht (UA)

Hans-Joachim Hespos (1938–2022) hat „aeri“, ein virtuoses etwa 17 minütiges Werk für zwei Solo-Violinen den Singdrosseln in seinem Garten gewidmet. Die Singdrossel (Turdus philomelos) gehört mit zu den besten Sängern unter den einheimischen Singvögeln, charakteristisch für ihren Gesang ist die Wiederholung von Motiven, die aber stark variieren können. Die Komposition „aeri“ bildet das Herzstück der Aufführung und ist für das ViolinDuo von besonderer Bedeutung, da sie das Werk noch in den letzten Lebenstagen gemeinsam mit dem Komponisten in Ganderkesee einstudieren konnten. Es begründet darüber hinaus ihre Zusammenarbeit mit dem Ornithologen Mark E. Hauber von der City University of New York und dem Lichtkunstrio Raumzeitpiraten. Gemeinsam erforschen sie Vogelstimmen u. a. mit Hilfe von KI basierter Erkennungstechnologien und beschäftigen sich mit der Frage, wie Vogelgesang entsteht und welche Wahrnehmungsprozesse dabei ablaufen. Die kasachische Komponistin Jamilia Jazylbekova schreibt für das ViolinDuo, das auf den Themenkreis von WhyBirdsSing Bezug nimmt. Mit Luigi Nonos epochalem Werk „Hay que caminar“ sognando für zwei Violinen (1989) klingt der musikalische Teil des Abends im Künstlerhaus aus.

Im Anschluss an das Konzert ist das Publikum zu einer Vorführung von
»24 Frames« eingeladen.

6,50 € / erm. 4,50 € (für Film)

Mit seinem letzten Film schuf Abbas Kiarostami eine dialogische Verbindung zwischen den beiden künstlerischen Ausdrucksformen, denen er sich sein Leben lang gewidmet hatte – zwischen seiner Arbeit als Filmemacher und seiner Arbeit als Fotograf. „Eines Tages, als ich nichts zu tun hatte, kaufte ich eine billige Yashica und ging hinaus in die Natur. Ich wollte ganz alleine mit der Natur sein. Gleichzeitig wollte ich die bezaubernden Augenblicke, die ich erlebte, mit anderen Menschen teilen. So begann ich, Fotos zu machen. In gewisser Weise, um diese Momente von Leidenschaft und Schmerz zu verewigen …“ (Abbas Kiarostami)

Biografien

Seit 2021 musizieren die beiden Geigerinnen Kana Sugimura und Lisa Werhahn als Violin-Duo. Im Bestreben, zeitgenössische Musik nicht nur rein konzertant zu präsentieren, sondern sie im Kontext wissenschaftlicher Auseinandersetzung und anderer künstlerischer Ausdrucksformen zu reflektieren und so mit allen Sinnen erlebbar zu gestalten, experimentieren sie mit neuen Konzertformaten. Die Zusammenarbeit mit Komponistinnen steht dabei im Fokus. Im Rahmen des Arbeitsstipendiums „Niedersachsen dreht auf“ (MWK, 2022) begann die Zusammenarbeit mit dem Medienkunsttrio RaumZeitPiraten.

Lisa Werhahn

Kana Sugimura, Violine, In New York als Kind japanischer Eltern geboren, Auszeichnungen bei vielen internationalen Wettbewerben, u.a. 2005 International Violin Competition in Qingdao 2006, International Jeunesses Musicales Competition in Belgrade, dem Premio Trio di Trieste, Kammermusikwettbewerb sowie beim Joseph- Joachim-Violinwettbewerb in Hannover. Mitbegründerin des Klavierquartetts Flex Ensemble, Hannover.
www.flexensemeble.com

Lisa Werhahn

Lisa Werhahn, Violine, geboren in Berlin, Studium u.a. in Berlin, UdK bei Isabelle Faust, als Mitglied des knm Quartetts Berlin Auftritte bei den internationalen Festivals wie den Berliner Festspielen Märzmusik, CDund Rundfunkaufnahmen für WDR, MDR und Deutschlandfunk. Im Bereich der Alten Musik zu Gast bei den Kunstfestspielen Herrenhausen und dem MDR Musiksommer. Mitglied vom Ensemble ur.werk und seit 2021 Dozentin für Violine an der Musikschule der Stadt Oldenburg.
www.lisawerhahn.de
www.experimentelle-musikvermittlung.de

RaumZeitPiraten, Medienkunst-Trio

Die RaumZeitPiraten (Tobias Daemgen, Jan Ehlen, Moritz Ellerich) sind seit 2007 als Gruppe aktiv. In ihrem Selbstverständnis als Technologiekünstler umfassen und verknüpfen ihre Tätigkeitsbereiche die Felder der Medienperformance, ortsspezifische Rauminstallationen, immersive Umgebungen, kinetische Skulpturen und interaktive Instrumente. In immer wieder neuen Konstellationen und Ausformungen dieser Bereiche stellen sie auf internationaler Ebene auf Licht- und Medienkunstfestivals, in Galerien und Museen aus und stellen dabei die kalte Perfektion der abgeschlossenen Maschine in Frage. Sie entwerfen intime alternative Mensch-Maschine Interaktionen als offenes Geflecht, um zu neuen Beziehungsmodellen jenseits von Technologiehörigkeit und Technologieverweigerung zu finden.
www.raumzeitpiraten.com 


Gefördert durch:
Projektpartner*innen: